Vom ersten Login zum produktiven System.
Prodify ist kein Klick-und-Fertig-Tool — aber auch kein Monate-langes ERP-Projekt. Wer der unten beschriebenen Reihenfolge folgt, ist nach ein paar Tagen produktiv und nach 2–3 Wochen mit allen wichtigen Bereichen live.
- Admin-Account vorhanden
- Anlagen-Liste verfügbar (Excel reicht)
Schritt 1 · Benutzer und Rollen anlegen
Bevor irgendjemand sinnvoll arbeiten kann, müssen die handelnden Personen im System sein — mit der richtigen Rolle. Wer welche Rolle bekommt, ist eine organisatorische Entscheidung, keine technische.
- 1Admin-Konto erstellenIhr Hauptansprechpartner mit vollen Rechten. Üblicherweise IH-Leitung oder Geschäftsführung.
- 2Techniker-Konten anlegenWer Wartungen dokumentiert und Tickets bearbeitet. Typisch 2–8 Personen pro Standort.
- 3Werker-Konten anlegen (optional)Wer nur Tickets per QR-Scan meldet. Können auch über ein gemeinsames Shopfloor-Tablet im Kiosk-Modus laufen.
- 4Auditor-Konto (auf Anfrage)Read-Only-Zugang für externe Prüfer oder QM-Beauftragte.
Schritt 2 · Hallen und Bereiche definieren
Hallen sind die geografische Top-Level-Einheit. Bereiche unterteilen sie weiter (z. B. „Halle 1 / Zerspanung“, „Halle 1 / Montage“). Diese Struktur taucht später in allen Filtern auf — sauber strukturiert hier spart später viel Sucherei.
Schritt 3 · Maschinentypen definieren
Maschinentypen sind eine Abkürzung: Statt für jede Anlage einzeln zu pflegen, welche Wartungen sie braucht, definieren Sie ihn einmal pro Typ („CNC-Drehzentrum“, „Hubwagen“). Beim Anlegen einer Maschine wählen Sie den Typ — alle Vorlagen werden mitgenommen.
Schritt 4 · Wartungsvorlagen je Maschinentyp anlegen
Hier wird der Setup-Pfad zum Force-Multiplier: Jede Wartungsvorlage pro Typ wirkt sich automatisch auf alle Anlagen dieses Typs aus. Ändern Sie später eine Vorlage, profitieren alle 30 Anlagen davon.
Schritte 5–10 · Stammdaten, QR, Prüfungen, Tickets
- 1Maschinen anlegenManuell oder per Bulk-Import via Excel-Vorlage. Foto pro Anlage empfohlen.
- 2QR-Codes drucken und anbringenA4-Etikettenbogen, laminieren oder Schutzfolie, an der Anlage auf Augenhöhe anbringen.
- 3Wartungs-Intervalle pro Anlage prüfenStartdatum für laufende Wartungen setzen, Gantt-Timeline kontrollieren.
- 4Inventar erfassenWerkzeuge, Hubwagen, Leitern — Bulk-Import empfohlen.
- 5Pflicht-Prüfungen definierenDGUV V3, TÜV, UVV pro Anlage mit Prüfer und letzter Prüfung.
- 6Ticketsystem aktiv nutzenKick-off-Meeting mit Werkern, erste Wochen aktiv begleiten.
Wie alles zusammenhängt
- 11. Maschinentyp anlegenEinmal pro Anlagentyp definieren — z. B. „CNC-Drehzentrum“.
- 22. Wartungsvorlage erstellenPro Typ: Wartungen, Intervalle, Schritte, Prüfungen festlegen.
- 33. Maschine anlegenAnlage erbt automatisch alle Vorlagen vom zugewiesenen Typ.
- 44. QR-Code druckenAutomatisch generiert, ausdrucken, an der Anlage anbringen.
- 55. Wartungen werden aktivFälligkeiten werden berechnet, Erinnerungen gehen automatisch raus.
- 66. Tickets dokumentierenWerker meldet Probleme per QR-Scan, Tickets durchlaufen den Workflow.