ProdifyHandbuch
Grundlagen

Erste Schritte

Vom ersten Login bis zum produktiven System — die empfohlene Reihenfolge.

8 min Lesezeit

Prodify ist kein Klick-und-Fertig-Tool — aber auch kein Monate-langes ERP-Projekt. Mit dem geführten Einrichtungs-Assistenten ist das Kern-Setup in unter 30 Minuten erledigt; wer der Reihenfolge unten folgt, ist nach wenigen Tagen mit allen Bereichen produktiv.

RELEVANT FÜR
AdministratorInstandhaltungsleiter
VORAUSSETZUNG
  • Admin-Account vorhanden
  • Anlagen-Liste verfügbar (Excel reicht)
ERGEBNIS
Ihr Betrieb arbeitet produktiv mit Prodify.
So lesen Sie diesen Setup-Pfad
Jeder Schritt enthält das Ziel, die konkrete Vorgehensweise und eine realistische Aufwands-Schätzung. Springen Sie nicht — die Schritte bauen aufeinander auf.
Schneller Start: der Einrichtungs-Assistent
Für den schnellsten Einstieg gibt es unter „Einrichtung“ (Sidebar, nur Admin) einen geführten Onboarding-Assistenten: In drei Schritten importieren Sie Maschinen, Ersatzteile und optional die Reparatur-Historie (Excel/CSV) — mit Fortschrittsbalken. Der Pfad unten erklärt jeden Bereich darüber hinaus im Detail.

Schritt 1 · Benutzer und Rollen anlegen

Bevor irgendjemand sinnvoll arbeiten kann, müssen die handelnden Personen im System sein — mit der richtigen Rolle. Wer welche Rolle bekommt, ist eine organisatorische Entscheidung, keine technische.

  1. 1
    Admin-Konto besteht bereits
    Bei der Registrierung des Arbeitsbereichs wurden automatisch Ihr Administrator-Konto, die Firma und ein 30-Tage-Test angelegt.
  2. 2
    Team per E-Mail einladen
    Unter Admin → Team Techniker und weitere Personen per Magic-Link einladen — die eingeladene Person setzt ihr Passwort selbst.
  3. 3
    Geräte-Mitarbeiter ohne E-Mail (optional)
    Wer nur per QR-Scan meldet, meldet sich am geteilten Hallen-Gerät per Name + PIN an (siehe „Geräte & PIN-Login“).

Schritt 2 · Abteilungen anlegen

Als Stammdaten-Struktur dienen „Abteilungen“ (z. B. Zerspanung, Montage). „Halle“ und „Linie“ sind zusätzlich freie Textfelder direkt an der Maschine. Diese Angaben tauchen später in allen Filtern auf — sauber gepflegt spart das viel Sucherei.

Schritt 3 · Maschinentypen definieren

Maschinentypen sind eine Abkürzung: Statt für jede Anlage einzeln zu pflegen, welche Wartungen sie braucht, definieren Sie ihn einmal pro Typ („CNC-Drehzentrum“, „Hubwagen“). Beim Anlegen einer Maschine wählen Sie den Typ — alle Vorlagen werden mitgenommen.

Praxis-Tipp
Lieber zu wenige Typen als zu viele. Wenn 10 Anlagen den gleichen Wartungsplan haben, gehören sie zum selben Typ — auch wenn der Hersteller variiert.

Schritt 4 · Wartungsvorlagen je Maschinentyp anlegen

Hier wird der Setup-Pfad zum Force-Multiplier: Jede Wartungsvorlage pro Typ wirkt sich automatisch auf alle Anlagen dieses Typs aus. Ändern Sie später eine Vorlage, profitieren alle 30 Anlagen davon.

Schritte 5–10 · Stammdaten, QR, Prüfungen, Tickets

  1. 1
    Maschinen anlegen
    Manuell oder per Bulk-Import via Excel-Vorlage. Anhänge wie Fotos/Datenblätter optional auf der Detailseite.
  2. 2
    QR-Codes drucken und anbringen
    A4-Etikettenbogen, laminieren oder Schutzfolie, an der Anlage auf Augenhöhe anbringen.
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    Wartungs-Intervalle pro Anlage prüfen
    Startdatum für laufende Wartungen setzen, Gantt-Timeline kontrollieren.
  4. 4
    Inventar erfassen
    Werkzeuge, Hubwagen, Leitern — Bulk-Import empfohlen.
  5. 5
    Pflicht-Prüfungen definieren
    DGUV V3, TÜV, UVV pro Anlage mit Prüfer und letzter Prüfung.
  6. 6
    Ticketsystem aktiv nutzen
    Kick-off-Meeting mit Mitarbeitern, erste Wochen aktiv begleiten.

Wie alles zusammenhängt

DER LOGISCHE PFAD
  1. 1
    1. Maschinentyp anlegen
    Einmal pro Anlagentyp definieren — z. B. „CNC-Drehzentrum“.
  2. 2
    2. Wartungsvorlage erstellen
    Pro Typ: Wartungen, Intervalle, Schritte, Prüfungen festlegen.
  3. 3
    3. Maschine anlegen
    Anlage erbt automatisch alle Vorlagen vom zugewiesenen Typ.
  4. 4
    4. QR-Code drucken
    Automatisch generiert, ausdrucken, an der Anlage anbringen.
  5. 5
    5. Wartungen werden aktiv
    Fälligkeiten werden berechnet, Erinnerungen gehen automatisch raus.
  6. 6
    6. Tickets dokumentieren
    Mitarbeiter meldet Probleme per QR-Scan, Tickets durchlaufen den Workflow.