ProdifyHandbuch
ERSTE SCHRITTE· 8 min Lesezeit

Vom ersten Login zum produktiven System.

Prodify ist kein Klick-und-Fertig-Tool — aber auch kein Monate-langes ERP-Projekt. Wer der unten beschriebenen Reihenfolge folgt, ist nach ein paar Tagen produktiv und nach 2–3 Wochen mit allen wichtigen Bereichen live.

RELEVANT FÜR
AdminIH-LeitungProjektleiter
VORAUSSETZUNG
  • Admin-Account vorhanden
  • Anlagen-Liste verfügbar (Excel reicht)
ERGEBNIS
Ihr Betrieb arbeitet produktiv mit Prodify.
So lesen Sie diesen Setup-Pfad
Jeder Schritt enthält das Ziel, die konkrete Vorgehensweise und eine realistische Aufwands-Schätzung. Springen Sie nicht — die Schritte bauen aufeinander auf.

Schritt 1 · Benutzer und Rollen anlegen

Bevor irgendjemand sinnvoll arbeiten kann, müssen die handelnden Personen im System sein — mit der richtigen Rolle. Wer welche Rolle bekommt, ist eine organisatorische Entscheidung, keine technische.

  1. 1
    Admin-Konto erstellen
    Ihr Hauptansprechpartner mit vollen Rechten. Üblicherweise IH-Leitung oder Geschäftsführung.
  2. 2
    Techniker-Konten anlegen
    Wer Wartungen dokumentiert und Tickets bearbeitet. Typisch 2–8 Personen pro Standort.
  3. 3
    Werker-Konten anlegen (optional)
    Wer nur Tickets per QR-Scan meldet. Können auch über ein gemeinsames Shopfloor-Tablet im Kiosk-Modus laufen.
  4. 4
    Auditor-Konto (auf Anfrage)
    Read-Only-Zugang für externe Prüfer oder QM-Beauftragte.
Aufwand · 30–60 Minuten
Sind alle Mitarbeitenden bekannt, ist dieser Schritt in einer Sitzung erledigt.

Schritt 2 · Hallen und Bereiche definieren

Hallen sind die geografische Top-Level-Einheit. Bereiche unterteilen sie weiter (z. B. „Halle 1 / Zerspanung“, „Halle 1 / Montage“). Diese Struktur taucht später in allen Filtern auf — sauber strukturiert hier spart später viel Sucherei.

Schritt 3 · Maschinentypen definieren

Maschinentypen sind eine Abkürzung: Statt für jede Anlage einzeln zu pflegen, welche Wartungen sie braucht, definieren Sie ihn einmal pro Typ („CNC-Drehzentrum“, „Hubwagen“). Beim Anlegen einer Maschine wählen Sie den Typ — alle Vorlagen werden mitgenommen.

Praxis-Tipp
Lieber zu wenige Typen als zu viele. Wenn 10 Anlagen den gleichen Wartungsplan haben, gehören sie zum selben Typ — auch wenn der Hersteller variiert.

Schritt 4 · Wartungsvorlagen je Maschinentyp anlegen

Hier wird der Setup-Pfad zum Force-Multiplier: Jede Wartungsvorlage pro Typ wirkt sich automatisch auf alle Anlagen dieses Typs aus. Ändern Sie später eine Vorlage, profitieren alle 30 Anlagen davon.

Schritte 5–10 · Stammdaten, QR, Prüfungen, Tickets

  1. 1
    Maschinen anlegen
    Manuell oder per Bulk-Import via Excel-Vorlage. Foto pro Anlage empfohlen.
  2. 2
    QR-Codes drucken und anbringen
    A4-Etikettenbogen, laminieren oder Schutzfolie, an der Anlage auf Augenhöhe anbringen.
  3. 3
    Wartungs-Intervalle pro Anlage prüfen
    Startdatum für laufende Wartungen setzen, Gantt-Timeline kontrollieren.
  4. 4
    Inventar erfassen
    Werkzeuge, Hubwagen, Leitern — Bulk-Import empfohlen.
  5. 5
    Pflicht-Prüfungen definieren
    DGUV V3, TÜV, UVV pro Anlage mit Prüfer und letzter Prüfung.
  6. 6
    Ticketsystem aktiv nutzen
    Kick-off-Meeting mit Werkern, erste Wochen aktiv begleiten.

Wie alles zusammenhängt

DER LOGISCHE PFAD
  1. 1
    1. Maschinentyp anlegen
    Einmal pro Anlagentyp definieren — z. B. „CNC-Drehzentrum“.
  2. 2
    2. Wartungsvorlage erstellen
    Pro Typ: Wartungen, Intervalle, Schritte, Prüfungen festlegen.
  3. 3
    3. Maschine anlegen
    Anlage erbt automatisch alle Vorlagen vom zugewiesenen Typ.
  4. 4
    4. QR-Code drucken
    Automatisch generiert, ausdrucken, an der Anlage anbringen.
  5. 5
    5. Wartungen werden aktiv
    Fälligkeiten werden berechnet, Erinnerungen gehen automatisch raus.
  6. 6
    6. Tickets dokumentieren
    Werker meldet Probleme per QR-Scan, Tickets durchlaufen den Workflow.
Sie sind live
Nach diesen 10 Schritten läuft Prodify produktiv. Weitere Module (Reports, externe Aufträge) ergänzen Sie nach Bedarf — die Basis ist jetzt stabil.